Bester Anbieter für den Handel von Kryptowährungen


Spätestens seit dem enormen Anstieg von Bitcoin auf rund 20.000$ / Bitcoin Mitte Dezember 2017 ist die Kryptowährung Bitcoin in aller Munde. In den folgenden Monaten fiel der Wert dann allerdings ins Bodenlose. Ende 2018 war ein Bitcoin teilweise weniger als 3.000$ wert – das ist ein Wertverlust von über fünfhundert Prozent. Aktuell steht Bitcoin wieder bei rund 30.000$ und hat damit sein vorheriges Allzeithoch bei weitem übertroffen – ist aber nach wie vor starken Schwankungen unterworfen.

Kryptowährungen erfreuen sich insbesondere bei Tradern steigender Beliebtheit, da es mit rund 2.800 verschiedenen Kryptowährungen eine Fülle an Trading-Instrumenten gibt und zum anderen im Markt eine starke Volatilität herrscht.

Der Markt von Kryptobörsen ist sehr unübersichtlich und in Teilen tummeln sich dort auch viele unseriöse Anbieter. Aus diesem Grund haben wir fünf Anbieter verglichen, die alle der deutschen Aufsicht unterliegen. Mit justTRADE gibt es nun zudem den ersten deutschen Online-Broker, der Wertpapier- und Kryptohandel aus einem Depot heraus anbietet.

 justTRADEBisonBitwalaBitcoin.de Krypto-Wertpapiere
AnbieterjustTRADE, ein Service der Sutor BankBison ist eine Tochtergesellschaft der Börse StuttgartBitwala GmbH, BerlinBitcoin Deutschland AGz.B. Bank Vontobel, VanEck, XBT Provider AB
Sitz AnbieterDeutschlandDeutschlandDeutschlandDeutschlandje nach Emittent
VerrechnungskontoJa, in Kooperation mit der Sutor BankJa, in Kooperation mit der solarisBankJa, in Kooperation mit der solarisBankJa, in Kooperation mit der Fidor Bank oder eigenes GirokontoNein, nicht notwendig, da Wertpapier
Abfrage SchufaNeinNeinJaJaNein
Kosten VerrechnungskontoKeineKeineKeineKeineNein, nicht notwendig, da Wertpapier
Eigenes WalletJa, via Sammelwallet beim Bankhaus von der Heydt aus MünchenJaJaJaNein, nicht notwendig, da Wertpapier
Kosten WalletKostenfreiKostenfreiKostenfreiKostenfreiNicht notwendig, da Wertpapier
Fremd-Wallet nutzbarNeinNeinNeinJaNein
Dauer Eröffnungca. 10 Minutenca. 10 Minutenca. 10 Minutenca. 10 MinutenAbhängig vom gewählten Broker ab 10 Minuten
HandelsfrontendApp und DesktopNur AppApp und DesktopNur DesktopAbhängig vom gewählten Broker, i.d.R. App und Desktop
justTRADEBisonBitwalaBitcoin.de
Angebotene KryptowährungenBitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, Litecoin und Ripple (XRP)Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, Litecoin und Ripple (XRP)Bitcoin, EthereumBitcoin, Bitcoin Gold, Bitcoin Cash, Bitcoin SV, EthereumBitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, Litecoin, Ripple (XRP), Krypto-Basket
Mindestorder-volumen50€0,01€30€ + Netzwerkgebühr60€1 Stück
Maximales Ordervolumen25.000€ / Trade100.000€ / Trade15.000€ / Trade, maximal 30.000€ / WocheIn Abhängigkeit vom Trust-Level, ab 2.000€ / Tradekein maximales Ordervolumen
Handelszeiten7 x 24 Stunden7 x 24 Stunden7 x 24 Stunden7 x 24 StundenMontags bis Freitags von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Handelskosten0,30% Minimumspread, anteilig für Kauf und Verkauf0,75% Minimumspread, anteilig für Kauf und Verkauf 1% vom Ordervolumen, zzgl. 1€ Netzwerkfee zzgl. Spread je Order1% vom Ordervolumen, Marktplatzgebühr, 0,8% bei Nutzung Express-Handel je Orderab 0€ Orderkosten (z.B. via justTRADE), zzgl. Spread und Management-Gebühr
Einlagensicherung1,3 Mio. € / Kunde
(nur Geldbestand)
100.000€ / Kunde
(nur Geldbestand)
100.000€ / Kunde
(nur Geldbestand)
ab 100.000€ / Kunde (abhängig vom gewählten Girokonto ggf. mehr; nur Geldbestand)Sondervermögen, allerdings Emittentenrisiko
Unser justTRADE-ErfahrungsberichtUnser Bison-ErfahrungsberichtUnser Bitwala-ErfahrungsberichtUnser Erfahrungsbericht (bei justTRADE)
zu justTRADEzu Bisonzu BitwalaBitcoin.de

Vergleich Kryptoanbieter: Worauf es ankommt

Wir haben fünf Anbieter verglichen, die in Deutschland den Kryptohandel anbieten. Dabei haben wir allerdings bewusst CFD-Anbieter oder ausländische Kryptobörsen weggelassen.

Die Besonderheit dabei ist, dass über vier Anbieter (justTRADE, Bison, Bitwala und Bitcoin.de) echte Kryptowährungen gehandelt werden können, während hingegen Vontobel, VanEck oder XBT die jeweilige Kryptowährung als Wertpapier (Zertifikat oder ETN) verbrieft hat, so dass in diesem Fall ein Depot bei einer Bank / Online-Broker benötigt wird.

Verrechnungskonto und Krypto-Wallet:

justTRADE ist der erste Anbieter, der den Wertpapierhandel und Kryptohandel aus einem Depot heraus anbietet. Dabei kooperiert er für das Depot und Verrechnungskonto mit der Hamburger Sutor Bank und bei der Verwahrung der Kryptowerte mit dem Münchener Bankhaus von der Heydt. Letzteres hat eine Lizenz der Bafin zur Verwahrung von Kryptowährungen.

Bison und Bitwala setzen beim (Verrechnungs)-Konto auf die solarisBank, bei der die Verrechnungskonten kostenfrei geführt werden. Da Bitwala ein Girokonto eröffnet, erfolgt auch die Abfrage der Schufa-Daten. Bitcoin.de hat eine Kooperation mit der Münchener Fidor Bank abgeschlossen, erlaubt aber auch jedes andere Girokonto für den Handel. Alle vier bieten auch ein kostenloses Krypto-Wallet für den Handel, Bitcoin.de erlaubt sogar die Nutzung eines fremden Wallets.

Krypto-Wertpapiere:

Während man bei den anderen drei Anbietern tatsächlich die Kryptowährung physisch erwirbt, geht Vontobel einen anderen Weg. Der Anleger erwirbt ein Derivat auf die Kryptowährung. Dabei handelt es sich um ein Wertpapier (Partizipations-Zertifikat). Das gleiche gilt auch für den Emittenten XBT Provider AB aus Schweden oder VanEck aus den USA.

Juristisch gesehen, ist ein Zertifikat oder ETN (= Exchange Traded Note, eine Sonderform von Zertifikaten) eine Schuldverschreibung, die über eine derivative Komponenten verfügt, so dass die Wertentwicklung von der Wertentwicklung anderer Finanzprodukte (= Basiswert) abhängt.

Vor- und Nachteile Krypto-Wertpapieren:
Um die Krypto-Wertpapiere handeln zu können, benötigen Anleger ein Depot und Verrechnungskonto bei einem Online-Broker (oder einer anderen Bank). Eine Krypto-Wallet ist nicht notwendig.

Ein weiterer Vorteil von Zertifikaten (neben dem Umstand, dass man keine Wallet benötigt) könnte sein, dass damit grundsätzlich auch auf fallende Krypto-Kurse spekuliert werden kann. Zum aktuellen Zeitpunkt werden Short-Zertifikate oder Short-ETNs auf Kryptowährungen von Vontobel, VanEck oder XBT allerdings noch nicht angeboten, aber dies wird in Zukunft bestimmt kommen. Das gleiche gilt für den Hebel. Die aktuell angebotenen Wertpapiere haben einen Hebel von 1, d.h. die zugrunde liegende Kryptowährung wird 1:1 abgebildet. Aber auch hier sind perspektivisch gehebelte Krypto-Zertifikate denkbar. Die Entwicklungen in dem Bereich verfolgen wir und werden den Artikel ergänzen, wenn es in dem Bereich zu Anpassungen kommt.

Hinweis: Aktuell sind die Kryptozertifikate von Vontobel ausverkauft, d.h. es können derzeit nur Verkäufe durchgeführt werden. Einige Zertifikate wurden von Seiten Vontobel gekündigt und werden gegen Gutschrift abgefunden (Stand: 20.12.2020). Insofern bleiben nur die Zertifikate von XBT Provider AB oder der ETN von VanECk

Orderkosten:

Die Orderkosten unterscheiden sich je Anbieter enorm:

  • justTRADE ist im Vergleich mit den anderen Anbietern extrem günstig: Der anteilige Minimumspread für An- und Verkauf beträgt 0,30% (in Summe für Kauf und Verkauf: 0,60%). Weitere Kosten fallen nicht an.
  • Bison vergrößert den Spread von An- und Verkaufskurs um 0,75% (in Summe für Kauf und Verkauf: 1,50%), verlangt dafür ebenfalls keine weiteren Handelskosten.
  • Bitwala berechnet 1% vom Handelsvolumen, zzgl. 1€ Netzwerkfee für die Order plus Spread (in Summe Kauf und Verkauf: 2€ + 2% + 2 x Spread)
  • Bitcoin.de ist ein so genannter peer-to-peer Marktplatz und berechnet ebenfalls eine Gebühr von 1% vom Handelsvolumen, die allerdings zwischen An- und Verkäufer geteilt werden. Kunden mit einem Fidor-Konto können über den Express-Handel diese Gebühr auf 0,8% senken. (In Summe für Kauf und Verkauf: 2% bzw. 1,6% im Express-Handel
  • Vontobel, VanEck und XBT selber berechnet grob 2% Managementfee p.a. Beim Handel an einer Börse oder im außerbörslichen Direkthandel fällt dann noch einen Spread an. Die Orderkosten stellt der jeweilige Broker in Rechnung. Bei justTRADE können die Vontobel- und XBT-Zertifikate sowie der VanEck-ETN aber bspw. für 0€ Orderkosten gehandelt werden.

Handelsuniversum:

Es gibt zwar weltweit rund 2.800 verschiedene Kryptowährungen, allerdings relevant sind hiervon nur eine Handvoll. Bitcoin und Ethereum bieten alle Anbieter an. justTRADE, Bison, Bitcoin.de und Vontobel bieten noch weitere an.

Einlagensicherung:

Die Einlagen auf den jeweiligen Verrechnungskonten (justTRADE, Bison, Bitwala und Bitcoin.de) sind mit der gesetzlichen Einlagensicherung von 100.000€ pro Kunde abgesichert. Da die hinter justTRADE stehende Sutor Bank freiwilliges Mitglied der Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken ist, sind Einlagen auf dem Verrechnungskonto bei justTRADE zusätzlich zur gesetzlichen Einlagensicherung mit bis zu 1,3 Mio. EUR abgesichert.

Das in Kryptowährungen gehaltene Vermögen unterliegt dagegen keiner Absicherung und ist somit dem möglichen Totalverlustrisiko ausgesetzt.

Die Krypto-Zertifikate werden als Sondervermögen von der Depotbank verwahrt, allerdings besteht bei den Zertifikaten ein potenzielles Emittentenrisiko.

Steuern:

Das Bundesministerium für Finanzen stuft Bitcoins und alle anderen Kryptowährungen als privates Geld ein und ist somit mit „anderen Wirtschaftsgütern“ steuerlich gleichgestellt. Wird das virtuelle Wirtschaftsgut privat veräußert, fällt dieser Vorgang gemäß dem Einkommensteuergesetz nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG unter die privaten Veräußerungsgeschäfte. Genau wie beim Verkauf eines Goldbarrens, eines Oldtimers oder eines Kunstwerks sind die Einkünfte in der Steuererklärung als sonstige Einkünfte in der Anlage SO zu vermerken. Zusätzlich gilt ein Freibetrag von 600€ / Kunde und Jahr bzw. bei einer Haltefrist ≥ einem Jahr ist der Gewinn sogar steuerfrei.

Steuerlich gänzlich anders geregelt sind die Krypto-Zertifikate von den drei genannten Anbietern. Diese unterliegen als Wertpapier der normalen Abgeltungssteuer.

Was gibt es beim Handel von Kryptowährungen zu beachten ?

Das Ziel der ersten Kryptowährung Bitcoin war schlicht ein Bezahlsystem zu etablieren, dass gänzlich ohne Banken funktionieren sollte. Ein weiteres Ziel war, Konsumenten ein gewisses Maß an informationeller Selbstbestimmung und Anonymität zu ermöglichen. Dadurch wurde Bitcoin in den vergangenen Jahren unter anderem verstärkt als Zahlungsmittel für illegale Transaktionen genutzt. Dieser Umstand schmälerte die gesellschaftliche Akzeptanz von Kryptowährungen deutlich, dennoch wurde die zugrunde liegende Technologie der Blockchain inzwischen erweitert und verbessert.

Kryptowährungen können nun für weit mehr als nur Geldtransaktionen genutzt werden, da sie eine sichere, schnelle und kosteneffiziente Alternative für die Übertragung sensibler Daten darstellen.

Wer in Kryptowährungen investiert, sollte sich der Gefahren bewusst sein, die der junge, vor allem unregulierte Markt mit sich bringt. Bisher kann niemand sicher prognostizieren, wie sich die virtuellen Währungen entwickeln werden. Die Tatsache, dass sich Kryptowährungen von Natur aus jeder Regulierung durch nationale Staaten entziehen, bedeutet leider auch, dass es keinerlei Anlegerschutz gibt. Seien Sie sich daher bewusst, dass Sie die Risiken des Handelns kennen, Sie sich ausführlich informieren und nur das Geld einsetzen, dass Sie im Falle eines Totalverlustes nicht für Ihren Lebensunterhalt benötigen.

Der Wert einer Kryptowährung basiert ausschließlich auf Vertrauen und Akzeptanz der teilnehmenden Marktakteure. Im Gegensatz zu etablierten Währungen wie Euro, Dollar Yen, die von Zentralbanken und Staaten überwacht und abgesichert werden, steht hinter einer Kryptowährung lediglich ein technischer Algorithmus, an dem jeder teilnehmen kann und für den die Stabilität der Währung keine Rolle spielt.

Zu Beginn des Jahres 2018 verloren sämtliche Kryptowährungen zusammen rund siebzig Prozent ihrer gesamten Marktkapitalisierung. Zunehmende Regulierungsversuche verschiedener Staaten verunsicherte den Kryptomarkt stark, so dass Anleger Milliarden aus dem Kryptomarkt abzogen.

Kryptowährungen sind daher extrem volatil und die Kurse können sich mit radikaler Geschwindigkeit verändern. Wer also wirklich mit Kryptowährungen handeln möchte, muss neben Kapital auch viel Zeit und Achtsamkeit mitbringen. Dennoch fühlen sich insbesondere Daytrader bei täglichen Kursschwankungen im bis zu zweistelligen Bereich wohl, da der Handel in Kryptowährungen eine interessante, spekulative Ergänzung zu den anderen Investitionen darstellen können.

Brokerexperte.de
Wir haben viele der hier genannten Broker mit Echtgeld-Depots im Detail getestet. Wir haben uns Preisverzeichnisse und die einzelnen Handelsmöglichkeiten für Aktien, ETFs, Sparpläne, Derivate und Futures genau angeschaut.

Hier geht es zu unseren Erfahrungsberichten:

Scroll to Top