Bester Broker für den Fondshandel


Ja, es gibt noch Kunden, die klassische Investmentfonds kaufen. Warum auch nicht? Jahr für Jahr laufen ETFs den klassischen Investmentfonds zwar den Rang ab: Sie sind günstiger, flexibler und erfreuen sich nicht zuletzt auch durch viele Aktion auf Seiten der Online-Broker steigender Beliebtheit. Dennoch haben klassische Fonds ihre Daseinsberechtigung, da viele Anlageregionen und Strategien nur mit klassischen Fonds umgesetzt werden können. Und wenn die Rendite (nach Kosten) stimmt, sind auch die vermeintlich höheren Kosten zu verschmerzen. Wir haben uns das Angebot der verschiedenen Online-Broker für den Fondshandel via Kapitalanlagesellschaft angesehen.

 
Handelbare Fonds
Orderkosten
Gesamt Orderkosten
Fondssparpläne
Aktions-Fonds
 
Consorsbank
ca. 10.000
1% Ausgabe-aufschlag (Kauf), Verkauf kostenfrei1% Ausgabe- aufschlag (Kauf), Verkauf kostenfrei660 Sparpläne
Kosten: Ausgabe- aufschlag
Monatlich wechselnde Fonds kostenfrei» zum Broker
Smartbroker
ca. 18.000
4€ flat (Kauf und Verkauf)4€1.019 Sparpläne
kostenfrei
Keine» zum Broker
onvista bank
ca. 18.000
5€ flat (Kauf und Verkauf)5€73 Sparpläne
1€ pro Ausführung
Keine» zum Broker
1822 direkt
ca. 10.000
Ausgabe- aufschlag mit 50% Rabatt; Verkauf kostenfreiAusgabe- aufschlag mit 50% Rabatt; Verkauf kostenfrei2.780 Sparpläne
Kosten: Ausgabe- aufschlag
ca. 8.000 Fonds kostenfrei» zum Broker
Flatex
ca. 5.000
Ausgabe- aufschlag, Verkauf kostenfreiAusgabe- aufschlag2.140 Sparpläne
kostenfrei
35 Fonds kostenfrei kaufen» zum Broker
DKB
ca. 18.000
25€ flat (Kauf und Verkauf)25€2.160 Sparpläne
1,50€ pro Ausführung, 180 kostenfrei
Keine» zum Broker
ING
ca. 6.900
Ausgabe- aufschlag mit 50% Discount; Verkauf 4,90€ flatAusgabe- aufschlag mit 50% Discount; Verkauf 4,90€ flat640 Sparpläne
Kosten: Ausgabe- aufschlag
Keine» zum Broker
Targobank
ca. 5.600
Ausgabe- aufschlag mit 50% Discount, Verkauf kostenfreiAusgabe- aufschlag mit 50% Discount5.490 Sparpläne Kosten: Ausgabe- aufschlag430 Fonds kostenfrei kaufen» zum Broker
Comdirect
ca. 7.000
Ausgabe- aufschlag mit 50% Rabatt; Verkauf kostenfreiAusgabe- aufschlag mit 50% Rabatt; Verkauf kostenfrei500 Sparpläne
Kosten: Ausgabe- aufschlag
35 Fonds kostenfrei» zum Broker
Sparkassen Broker
ca. 6.000
Ausgabe- aufschlag mit 50% Rabatt; Verkauf kostenfreiAusgabe- aufschlag mit 50% Rabatt; Verkauf kostenfrei550 Sparpläne
Kosten: Ausgabe- aufschlag
30 Fonds kostenfrei» zum Broker
Maxblue
ca. 6.300
Ausgabe- aufschlag mit 50% Rabatt; Verkauf kostenfreiAusgabe-aufschlag mit 50% Rabatt; Verkauf kostenfrei280 Sparpläne
Kosten: Ausgabe- aufschlag
Keine» zum Broker

Vergleich Fondshandel: Worauf es ankommt

Wir haben bei den relevanten Brokern geprüft, ob diese den Fondshandel über die Kapitalanlagegesellschaft im Angebot haben und dann die für Sie anfallenden Orderkosten verglichen.

Beim Fondshandel über die Kapitalanlagegesellschaft wird man in die Zeit von vor 1995 zurückversetzt: Der Handel findet nur einmal am Tag statt, es gibt keine Realtimekurse, sondern nur den Kurs vom Vortag, der Ausführungskurs ist mit Ordererteilung unbekannt und kann sich im Rahmen der Ausführung noch ändern, es gibt nur einen Ordertyp (Market, GTC), es fällt keine Orderprovision an, sondern in der Regel ein %-tualer Ausagbeaufschlag (in Teilen bis zu 100%).

Eigentlich unglaublich, dass es den Fonds-Handel in der Form heute im 21. Jahrhundert so noch gibt.

Abgesehen von diesen Unwägbarkeiten ist der Fondshandel über die Kapitalanlagegesellschaft für die Broker extrem lukrativ: Zum einen ist der erhobene Ausgabeaufschlag höher als die normalerweise erhobene Orderprovision und zum anderen gewähren die Fondsgesellschaften eine jährliche Provision auf den Fondsbestand, so genannte Bestandsvergütung, die nicht selten mehrere Mio. Euro pro Jahr für die Broker ausmacht. Auf der anderen Seite ist der Handel auch extrem komplex, da mit jeder angebundenen Fondsgesellschaft ein Vertrag über die Konditionen geschlossen werden usw. Nicht umsonst verlagert sich der Fondshandel so langsam vom Handel über die Fondsgesellschaft hin zum Fondshandel über die Börsen.

Als Preisbrecher galt im Jahr 2012 die onvista bank, da sie als erste generell und für alle Fonds auf die Erhebung des Ausgabeaufschlages verzichtet hat und stattdessen 5€ flat / Order in Rechnung stellte.

Bei den meisten Brokern wird der normale Ausgabeaufschlag des Fonds, ggf. mit einem Discount, für den Kauf erhoben. Der Verkauf ist oftmals kostenfrei. Inzwischen gibt es aber auch Anbieter, die einen Flatpreis pro Order erheben (Smartbroker, onvista bank, DKB), der allerdings für Kauf und Verkauf erhoben wird. Neu ist auch die Kombination aus Ausgabeaufschlag beim Kauf und Flatpreis beim Verkauf (ING).

Beliebte Fonds können oftmals auch börslich über eine der 12 Börsen in Deutschland gehandelt werden. Ein Vergleich der Kosten (Börsengebühren + Spread vs. Ausgabeaufschlag) kann insbesondere bei höherem Ordervolumen lohnend sein.

Bei den Brokern hat in unseren Augen die Consorsbank das beste Angebot. Mit 10.000 angebotenen Fonds für 1% Ausgabeaufschlag sowie kostenfreiem Verkauf kann sie hier punkten. Danach folgen der Smartbroker sowie die onvista bank mit ihrem Flatpreis von 4€ bzw. 5€ pro Order.

Was gibt es beim Handel von Fonds zu beachten ?

Wir oben bereits erwähnt, läuft der Handel von Fonds anders ab, als der normale börsliche Wertpapierhandel.

Die Kapitalgesellschaften ermitteln einmal am Tag den so genannten Nettoinventarwert (NAV) für einen Fondsanteil und veröffentlichen diesen. Der Zeitpunkt dieser Ermittlung wird Cut-Off-Zeit genannt und ist für jeden Fonds in den Bedingungen festgeschrieben. In den meisten Fällen erfolgt die Ermittlung zwischen 10 und 12 Uhr. Wird nun eine Fondsorder vor der Cut-Off Zeit erteilt, wird diese zum nachfolgend ermittelten Fondspreis abgerechnet, andernfalls erst am nächsten Tag. Insofern steht der tatsächliche Ausführungskurs erst mit der eigentlichen Order-Abrechnung fest und kann somit vom indikativen Preis abweichen. Die Möglichkeit der Limiterteilung gibt es dabei nicht, d.h. jede Order, die der Broker an die KAG schickt, erfolgt Market (billigst / bestens). Bei schwankenden Märkten besteht somit ein potenzielles Kursänderungsrisiko. Immerhin gibt es keinen Spread beim Handel.

Ein weiterer Unterschied sind die erhobenen Gebühren. Die Fondsgesellschaft legt die Vergütung für den Vertrieb über den Ausgabeaufschlag fest und gewährt dabei die Option von Discounts, die aber stets zu Lasten der Vertriebsstelle geht. In sehr seltenen Fällen wird auch ein %-tualer Rücknahmepreis erhoben, der im Falle eines Verkaufs anfällt und zwischen Broker und Fondsgesellschaft aufgeteilt wird. Bei den meisten Fällen ist der Verkauf aber kostenfrei. Insofern lohnt ein Blick in den aktuellen Verkaufsprospekt, den jeder Fonds veröffentlichen muss.

Viele Fonds erheben eine jährliche Performance-Fee, die in % der überdurchschnittlichen Wertentwicklung des Fonds im Vergleich zu seinem Referenzindikator bei positiver Wertentwicklung berechnet und erhoben wird. Darüber hinaus werden noch laufende Kosten von Seiten der Fondsgesellschaft erhoben, die z. B. die Verwaltungs-, Management-, Depotbank- und Servicegebühren für den Fonds beinhalten. Beide Kostenkomponenten entnimmt die Fondsgesellschaft in der Regel einmal jährlich dem Fondsvermögen, so dass diese Kosten indirekt über den Anteilspreis Berücksichtigung finden.

Insofern ist der Handel von Fonds i.d.R. deutlich teurer als der Handel von ETFs. Wenn der Fonds jedoch eine ordentliche Performance erwirtschaftet, die deutlich über den anfallenden Kosten liegt, sind diese sicherlich zu verschmerzen.

Brokerexperte.de
Wir haben viele der hier genannten Broker mit Echtgeld-Depots im Detail getestet. Wir haben uns Preisverzeichnisse und die einzelnen Handelsmöglichkeiten für Aktien, ETFs, Sparpläne, Derivate und Futures genau angeschaut.

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