Unter der Abkürzung ETF versteht man einen börsengehandelten Indexfonds (exchange traded fund). Derzeit werden in Deutschland 1762 ETF gehandelt.

Ein ETF ist ein passiver Fonds, d.h. im Gegensatz zu einem klassischen Investmentfonds gibt es keinen Fondsmanager, der die Wertpapiere des Fonds auswählt. Stattdessen wird die Zusammensetzung eines Indexes (Benchmark) nachgebildet. Der wesentliche Vorteil gegenüber einem Investmentfonds liegt daher auch in den geringeren Management-Gebühren.

Rechtlich gesehen sind ETF als Sondervermögen klassifiziert, d.h. dieses Vermögen ist vor dem Zugriff von Gläubigern bei einer Insolvenz geschützt. Daher besteht bei ETF im Vergleich zu Zertifikaten in der Regel kein Emittenten-Risiko. Nur wenn der Benchmark vom ETF-Anbieter synthetisch nachgebildet wird, gibt es ein gewisses Kontrahenten-Risiko.

ETF werden börslich und außerbörslich gehandelt. In Deutschland ist Xetra die Referenzbörse für die meisten ETF. Beliebt sind ETF nicht nur zur Einmalanlage, sondern auch als Sparplan. In diesem Fall werden Bruchstücke von ETF in das Kunden-Depot eingebucht.

ETF schütten ihre Erträge entweder aus oder legen diese wieder im Fonds an.

ETF haben meist sehr kryptisch klingende Namen. In der Regel ist der Produkt-Name wie folgt aufgebaut:

Hier haben wir einen Artikel, der die Abkürzungen innerhalb des ETF-Produktnamens erläutert.

Artverwandte Produkte sind: ETC (besicherte, unbefristete Schuldverschreibungen die hauptsächlich bei Rohstoffen Anwendung finden) und ETN (besicherte Schuldverschreibungen, die hauptsächlich bei Kryptowährungen Anwendung finden)