Vergleich Universal-Broker


Die Consorsbank, comdirect und ING sind die drei Dino´s im Online-Brokerage und hinsichtlich Produktauswahl seit Jahren die drei großen Universal-Broker in Deutschland. Alle drei haben gemein, dass sie neben Brokerage auch umfangreiche Bankdienstleistungen, wie z.B. Girokonto, Baufinanzierung, usw. anbieten.

Von den Ordergebühren liegen die drei Broker dicht zusammen. Alle haben ein sog. Volumen-Modell, d.h. die Ordergebühr ist abhängig vom Ordervolumen.

Nun hat die Commerzbank am 20.03.2020 den Verschmelzungsvertrag mit der comdirect unterschrieben, so dass die comdirect perspektivisch vom Markt verschwinden wird. Insofern lohnt es sich für comdirect Kunden schon jetzt, sich nach einer Alternative umzuschauen. Das Gute: Die gibt es!

Wir haben ganz genau hingeschaut und die Leistungen der comdirect mit denen der Consorsbank und ING verglichen.

 ConsorsbankcomdirectING
Neukunden12 Monate für 3,95€ / Trade handeln zur Prämie12 Monate für 3,90€ / Trade handeln
zur Prämie
6 Monate für 2,90 € / Trade handeln
zur Prämie
Depot und Handel
Am Markt seit199419941965
BLZ760 300 80200 411 11
200 411 33
200 411 44
200 411 55
500 105 17
Anzahl Kunden1.400.000 (geschätzt)2.800.000 (geschätzt)9.000.000 (geschätzt)
DepotartEinzeldepot
Gemeinschaftsdepots
Minderjährigen-Depots
Einzeldepot
Gemeinschaftsdepots
Minderjährigen-Depots
Einzeldepot
Gemeinschaftsdepot
Minderjährigen-Depot
Depot für US-Personenneinneinnein
Depotgebührneinja, 1,95€ / Monat Inaktivitätspauschalenein
Wertpapierkreditja, 5,4% p.a. Zins nominalja, 3,9% p.a. Zins nominalkein Angebot
Eröffnung Girokonto möglichjajaja
Robo-Advisor im Angebotneinja, cominvestja, in Kooperation mit Scalable Capital
Einstufung als Professioneller Kundeneinneinnein
HandelsfrontendWebtrading
iOS- / Android App
Active Trader
Webtrading
iOS- / Android App
ProTrader
Webtrading
iOS- / Android App
Trading-Schnittstelle (API)jajanein
LegitimationPostIdent, VideoIdentPostIdent, VideoIdent, eIdentPostIdent, VideoIdent
Telefonservice7:00 Uhr bis 22:30 Uhr7 x 24 Stunden7 x 24 Stunden
Hotline für Top-Kundenja, StarTrader und PlatinumTraderja, comdirect Firstnein
ConsorsbankComdirectING
Handelbare Wertpapiere
Aktienja (alle in Deutschland handelbare)ja (alle in Deutschland handelbare)ja (alle in Deutschland handelbare)
ETFs1.500
(alle in Deutschland zugelassene)
1.500
(alle in Deutschland zugelassene)
1.500
(alle in Deutschland zugelassene)
Sparpläne492 ETF-Sparpläne
1,5% / Ausführung

>400 Aktien Sparpläne
1,5% / Ausführung

570 Fonds-Sparpläne
Ausgabeaufschlag

ca. 80 Zertifikate- und ETC-Sparpläne
1,5% / Ausführung
600 ETF-Sparpläne
1,5% / Ausführung

130 Aktien Sparpläne
1,5% / Ausführung

500 Fonds-Sparpläne
Ausgabeaufschlag

170 Zertifikate- und ETC-Sparpläne
1,5% / Ausführung
700 ETF-Sparpläne
1,75% / Ausführung

>450 Aktien Sparpläne
1,75% / Ausführung

170 Fonds-Sparpläne
Ausgabeaufschlag

6 Zertifikate- und ETC-Sparpläne
1,75% / Ausführung
kostenlose ETF-Sparpläne
Test:
Bester ETF-Sparplan-Broker
230
Amundi, DWS, Lyxor und BNP Paribas.
170
Amundi, Franklin Templeton, iShares, Lyxor und Vanguard
200
Amundi, iShares, Lyxor, Invesco und Frank Templeton
Xetra Goldja, Verwahrgebühr 0,03% / Monatja, Verwahrgebühr 0,03% / Monatja, Verwahrgebühr 0,03% / Monat
Investmentfondsja, ca. 18.000 ja, ca. 18.000ja, ca. 18.000
Anleihenjajaja
Anlagezertifikatejajaja
Optionsscheine, Hebelproduktejajaja
Handel von Zertifikaten mit US-Underlying (871m)neinjaja
Futures & Optionenja, sehr umfangreich
Futures: 6€ / Kontrakt zzgl. Börsengebühren.
Optionen: 12,25€ Grundpreis + 0,5% Provision vom Ordergegenwert, mind. 7,25€. In Summe also mindestens 19,50€.
Nur Optionen (telefonisch)
kontraktbasierte Abrechnung, mind. 19€ pro Ausführung
kein Angebot
Forexkein Angebotkein Angebotkein Angebot
Physisches Goldjaneinnein
Leerverkäufe möglichja, 0,35% mind. 50€neinnein
CFDs
ConsorsbankComdirectING
CFDsja, Market Maker: BNP
Aktien
Indizes
Währungen
Rohstoffe
Edelmetalle
ja, Market Maker: Société Générale
Aktien
Indizes
Währungen
Rohstoffe
Edelmetalle
kein Angebot
Aktien-CFDs
Kosten
0,10%, mind. 9,95€0,05%, mind. 5€kein Angebot
Handelsplätze
ConsorsbankComdirectING
Sonderkonditionen verhandelbarjajanein
börslich
Inland

Xetra-Preisvergleich
Tradegate-Preisvergleich
Quotrix-Preisvergleich
LS Exchange-Preisvergleich

  • Xetra: mind. 11,45€

  • Tradegate: mind. 9,95€

  • LS Exchange: kein Angebot

  • gettex: kein Angebot

  • Quotrix: kein Angebot


  • Xetra: mind. 11,45€

  • Tradegate mind. 12,40€

  • LS Echange: mind. 12,40€

  • gettex: mind. 12,40€

  • Quotrix: mind. 12,40€

  • Xetra: mind. 6,40€

  • Tradegate: mind. 4,95€

  • Quotrix: kein Angebot

  • LS Exchange: kein Angebot

  • gettex: mind. 4,95€

börslich AuslandUSA (NYSE, NYSE Amex, NASDAQ, Pink Sheet, OTC Bulletin Board): 19,95€ + 0,25%, mind. 24,95€

Kanada: 49,95€ + 0,25%, mind. 54,95€

Frankreich, Spanien: 4,95€ + 0,25%, mind. 12,90€

Europa Rest: 49,95€ + 0,25%, mind. 54,95€

Welt: 49,95€ + 0,25%, mind. 54,95€
USA (NYSE, Nasdaq, Amex): 7,90€ + 0,25%, mind. 15,80€

Kanada: 7,90€ + 0,25%, mind. 15,80€

Europa: 7,90€ + 0,25%, mind. 15,80€

Welt: 7,90€ + 0,25%, mind. 15,80€
USA (NYSE, Nasdaq, Amex): 17,40€ + 0,25%

Kanada: 17,40€ + 0,25%

Europa: kein Angebot

Welt: kein Angebot
ConsorsbankComdirectING
außerbörslicher Direkthandel

Test:
Bester Zertifikate-Broker
19 Emittenten:
4,95€ + 0,25% (mind. 9,95€)

4 Premium-Partner für 4,95€ flat
Kein Mindestordervolumen
16 Emittenten:
4,95€ + 0,25% (mind. 9,95€)

3 Premium-Partner für 3,90€ flat
Mindestordervolumen für Premium-Partner: 1.000€
13 Emittenten:
4,90€ + 0,25%

5 Premium-Partner für 0€ flat
Mindestordervolumen für Premium-Partner: 1.500€
Max. Handelszeit7:30 bis 23:00 Uhr7:30 bis 23:00 Uhr7:30 bis 23:00 Uhr
Wochenendhandel
mit L&S
jajanein
Sonstige Kosten
ConsorsbankComdirectING
Eintragung Namensaktion1,95€ pro Kauforder0,95€ pro Kauforderkeine Kosten
Zinsen Verrechnungskonto0%-0,50% p.a. ab 250.000€ Guthaben0%
Sicherheit
ConsorsbankComdirectING
Eigene Banklizenzjajaja
Einlagensicherungbis zu 120 Mio. €bis zu 80 Mio.€bis zu 1,23 Mrd. €
Sicherheit HandelsfrontendsPIN, mobileTAN, Foto-TANPIN, SMS-TAN, Foto-TANPIN, SMS-TAN,
Überweisung (ausgehend)ja, nur Referenzkontoja, nur Referenzkontoja, nur Referenzkonto
Steuern und Sonstiges
Abzug Abgeltungssteuer
beim Verkauf bzw. bei Dividendenerträgen
jajaja
Ermäßigter Satz US-Quellensteuerja, 15%ja, 15%ja, 15%
Berücksichtigung franz. und italienische Transaktionssteuerjajaja
Quellensteuerservicejajaja
Jahressteuerbescheinigungjajaja
Depotüberträge (eingehend) möglichjajaja
SystemstabilitätAusfälle eher seltenAusfälle eher seltenAusfälle eher sehr selten
ConsorsbankComdirectING
Neukunden12 Monate für 3,95€ / Trade handeln zur Prämie12 Monate für 3,90€ / Trade handeln
zur Prämie
6 Monate für 2,90 € / Trade handeln
zur Prämie
Unser ErfahrungsberichtUnser ErfahrungsberichtUnser Erfahrungsbericht

Die Alternative für comdirect-Kunden ist klar: Consorsbank! Die Consorsbank bietet alles, was das Trader-Herz begehrt – und in Teilen sogar deutlich mehr als die comdirect! Dennoch lohnt sich für einige Kunden auch ein Blick zur ING.

Vergleich der Universal-Broker: Worauf es ankommt

Alle drei Universal-Broker haben auf den ersten Blick ein sehr ähnliches Angebot, auch preislich liegen sie relativ dicht beieinander. Dennoch entscheiden manchmal einzelne Eigenschaften über die Wahl oder Abwahl eines Brokers. Und: Dabei sind die Orderkosten mit Sicherheit nicht der Hauptfaktor.

Wir haben im obigen Vergleich bewusst einige Teilbereiche sehr detailliert ausgeführt, um hier eine optimale Entscheidungsgrundlage – insbesondere für comdirect-Kunden – anbieten zu können.

Letztendlich müssten Sie sich ein Bild von Ihrem aktuellen Trading-Verhalten machen und überlegen, welche Bank-Produkte Sie abgeschlossen haben, um dann passgenau den richtigen Anbieter rausfinden zu können. Wer bspw. ein Heavytrader ist und Wert auf eine individuelle Betreuung legt, wird sich wohl kaum bei der ING in die Telefonwarteschlange stellen. Hier punkten Consorsbank und comdirect mit speziellen Hotlines für Top-Kunden. Auch sind bei der ING Sonderkonditionen komplett ausgeschlossen – egal, wieviele Trades Sie als Kunde machen. Sie sehen, Ihre persönliche Einschätzung ist hier sehr entscheidend!

Im Folgenden gehen wir etwas genauer auf die einzelnen Rubriken des Vergleichs ein.

Vergleich Universal-Broker: Depot & Handel

Alle drei Universal-Broker sind Pioniere im Bereich Online-Brokerage in Deutschland und inzwischen länger als ein 1/4 Jahrhundert am Markt. Allen drei ist zudem gemein, dass sie auch ein attraktives Girokonto anbieten, über das auch die Wertpapiergeschäfte abgerechnet werden können. Diesen Komfort bietet ansonsten nur noch der sbroker (und nur für Sparkassen-Kunden).

Depotgebühren gibt es bei allen drei nicht, allerdings gibt es bei der comdirect eine so genannte Inaktivitätspauschale von 1,95€ / Monat., die erst mit mind. 2 Transaktionen im Quartal entfällt oder mit Eröffnung eines Girokontos. Ebenso Fehlanzeige für Negativzinsen: einzig die comdirect verlangt -0,5% Negativzinsen ab 250.000€ Kontoguthaben.

Die comdirect und ING haben jeweils einen RoboAdvisor im Angebot, die Consorsbank hingegen nicht. Die ING punktet hier mit der sehr gut umgesetzten Integration von Scalable Capital. Außerdem wurde für ING-Kunden die Mindestanlage um 50% auf 5.000 € reduziert.

Von den Handelsfrontends ist es so, dass die Consorsbank neben dem Web- und App-Trading seit vielen Jahren den selbstentwickelten Activetrader anbietet, der im Markt seinesgleichen sucht. Die comdirect hat zwar hier ein vergleichbares Produkt mit dem ProTrader, das allerdings mit häufigen technischen Schwierigkeiten dem Activetrader nicht das Wasser reichen kann. Beide Broker bieten auch eine so genannte Trading-API an, so dass Kunden über eine standardisierte Schnittstelle Trades erteilen können.

Mit dem Activetrader und der Trading-API sieht man den Fokus der Consorsbank sehr deutlich: Aktive Trader und Investoren. Die ING zielt eher auf Buy&Hold-Anleger, die gelegentlich Wertpapiere ordern oder einen ETF-Sparplan besitzen oder den Robo-Advisor Scalable Capital als passive Anlagestrategie nutzen möchten.

Die Consorsbank und comdirect bieten zusätzlich auch einen Wertpapierkredit an, der insbesondere für aktive Kunden interessant ist. Hierbei punktet die comdirect mit einem extrem niedrigen Zins von 3,9% p.a. nominal. Wie hoch die Wertpapiere beliehen werden können, ist bei beiden Brokern ähnlich, müsste aber im Detail verglichen werden. Die ING hat keinen Wertpapierkredit im Angebot.

Handelbare Wertpapiere

Im Bereich der handelbaren Wertpapieren kommt es stark darauf an, was Sie als Kunden – neben Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen und Zertifikaten – noch handeln wollen.

Klassische Wertpapiere
Dadurch, dass die comdirect und die Consorsbank mehr Handelsplätze als die ING angebunden haben, ist die Verfügbarkeit von Aktien und Anleihen bei den beiden Brokern etwas besser. Die Unterschiede sind aber gering – auch bei den Ordergebühren.

Zertifikate & Hebelprodukte
im Zertifikate-Handel liegt die Consorsbank deutlich vorne. Sie hat 4 StarPartner, mit denen pauschal zu 4,95€ ohne Mindestordervolumen gehandelt werden kann. Außerdem hat sie mit dem ProTrader die bessere Handelssoftware. Die Comdirect hat dagegen nur drei Partner und ein Mindestordervolumen von 1.000€. Die ING hat zwar fünf Partner, allerdings bietet sie immer nur ausgewählte Produkte eines Partners an. Eine Handelssoftware gibt es bei der ING zudem gar nicht.

ETF:
Bei allen drei Brokern können sämtliche ETFs, die in Deutschland zugelassen sind, gehandelt werden (ca. 1.500). Die Consorsbank bietet 80 ETFs von Amundi, BNP Paribas und iShares an, bei denen die Kauforder kostenlos ist (ohne Mindestordervolumen). Die ING bietet 200 ETFs ebenfalls mit 0,00€ an (500€ Mindestordervolumen). Die comdirect hat 130 vergünstigte ETFs im Angebot (3,90€ pro Kauf und 1.000€ Mindestordervolumen).

Sparpläne:
Alle drei bieten mehr als 500 sparplanfähige ETFs an. Die Gebühren sind ebenfalls fast identisch (1,50% – 1,75%). Es gibt bei allen drei auch kostenlose ETF. Wer ganz bestimte ETF besparen möchte, muss hier genau vergleichen. Allerdings wechseln die Aktionen in der Regel jährlich, so dass dies nicht das Hauptkriterium sein sollte. In unserem ETF-Sparplanvergleich liegen die drei im Mittelfeld.

Alle drei bieten zudem Aktien-Sparpläne an, bei denen die Consorsbank ebenfalls die Nase vorn hat, weil sie den größten Umfang an Aktien-Sparplänen anbietet.

Eurex & CFDs
Die Consorsbank und die comdirect bieten beide zusätzlich noch den CFD-Handel an, die Consorsbank bietet sogar den Handel von Optionen und Futures komplett online seinen Endkunden an. Mit dem Future-Trader gibt es bei Consorsbank zudem eine gute Handelssoftware für den Eurex-Handel.

Bei der comdirect können Optionen nur telefonisch und Futures gar nicht gehandelt werden. Aber wer will sich bei derart spekulativen Produkten ausschließlich auf das Telefon verlassen? Die ING dagegen, bietet den Eurex und CFD-Handel überhaupt nicht an.

Ein besonderes Bonbon bietet die Consorsbank noch zusätzlich für Trader: Als einer der wenigen Broker in Deutschland bietet sie Leerverkäufe von Aktien an. Die Kosten betragen hierfür 0,35% vom Verkaufsvolumen, mindestens 50€, höchstens 100€.

In Trading-Bereich hat die Consorsbank die Nase vorn, allerdings kommt es auf die individuellen Vorlieben hinsichtlich der Handelsinstrumente an. Jeder Broker hat hier leicht unterschiedliche Schwerpunkte in seinem Angebot

Handelsplätze

Inländische Handelsplätze:
Die comdirect hat als einzige der drei Universal-Broker wirklich alle in Deutschland angebotenen Börsen- und Handelsplätze im Angebot. Bei der Consorsbank und ING fehlt bspw. Quotrix und die LS Exchange. Ob man diese allerdings alle braucht, steht wiederum auf einem anderen Blatt. Auswertungen über Retail-Kunden zeigen, dass der Durchschnittskunde bevorzugt nur an maximal drei Handelsplätzen handelt.

Ausländische Handelsplätze:
Wer gerne Wertpapiere im Ausland handelt und dabei neben der USA auch andere Weltbörsen schätzt, wird bei der ING nur begrenzt fündig. Hier sollte die Wahl eher auf die Consorsbank oder comdirect fallen. Beide bieten den Handel an 22 bzw. 16 Auslandsbörsen an. Allerdings ist die comdirect mit 7,90€ + 0,25%, (mind. 15,80€) deutlich günstiger als die Consorsbank. Die Frage ist nur, wie lange noch…

Hier ist das Bild uneinheitlich. Sowohl die Consorsbank als auch die Comdirect können hier punkten. Das Angebot der ING fällt sowohl bei der Produktauswahl als auch bei den angebotenen Börsenplätzen deutlich ab.

Sicherheit

Was die Einlagensicherung anbelangt, gibt es keine Vorteile für den einen oder anderen Universal-Broker. Bei allen drei Brokern sind die Kundeneinlagen sowohl gesetzlich als auch über den freiwilligen Einlagensicherungsfonds abgesichert.

Durch die Zugehörigkeit der Consorsbank zur BNP Paribas ist es allerdings so, dass sich der Anleger ggf. auch an den französischen Einlagensicherungsfonds wenden muss. Die kann u.U. aufwendiger werden als bei einem deutschen Anbieter.

Die Absicherung der Handelsfrontends ist bei allen Anbietern vorhanden, hier ist ebenfalls Gleichstand.

Steuern & Sonstige

Die steuerlichen Aspekte sind auch bei allen drei Anbietern gleich, alle drei bieten einen vergleichsweise kostengünstigen Quellensteurservice an. Mustergültig ist hier die ING, die bspw. den Tax-Voucher zur Rückforderung der Schweizer Quellensteuer direkt kostenfrei der jeweiligen Wertpapierabrechnung beilegt.

Systemstabilität

Gerade in hektischen Börsenzeiten kann es entscheidend sein, wie stabil die Systeme des Brokers sind. Die Kunden einiger kleinerer Broker mussten das in den ersten Tagen der Corona-Krise schmerzhaft erfahren, als sie sich nicht ins Depot einloggen und/oder Orders aufgeben konnten.

Der Grund dafür liegt darin, dass die Systeme der meisten kleineren Broker auch nur für die durschnittliche Belastung des Kundenbestandes ausgelegt sind. Bei Spitzen aufgrund von extremen Marktbewegungen gehen dann die Systeme unter der überdurchschnittlichen Belastung in die Knie.

Die drei großen Universal-Broker kommen jeweils auf mehr als 1 Mio. Kunden. Die ING sogar auf ca. 9 Mio. Kunden. Das bedeutet aber auch, dass deren Systeme sowieso schon für eine riesige Kundenanzahl ausgelegt worden sind. Auch zu Spitzenlastzeiten laufen hier die Systeme stabil. Dafür sind die Universal-Broker aber auch teurer – auch weil viel größere Serverkapazitäten vorgehalten werden müssen.

Neukundenaktionen

Alle drei Broker werben aktiv um Neukunden:

Das beste Neukundenangebot bietet dabei die Consorsbank. Neukunden können hier zwischen mehreren Aktionen wählen:

  1. Depotwechsel: Bis zu 1.000€ Barprämie bei Depotwechsel. Es gilt eine Staffel in Abhängigkeit vom übertragenen Depotvermögen. Los geht es ab 10.000€-Depotvermögen. Im Sinne der Aktion werden alle Wertpapiergattungen in die Berechnung mit einbezogen. Die Prämie wird nach 5 Monaten gutgeschrieben. Zusätzlich gibt es 10 Freitrades am Handelsplatz Tradegate zur Aktion
  2. Trader: 12 Monate lang für pauschale 3,95€ pro Trade am Handelsplatz Tradegate handeln. ab dem 13. Monat gilt das Standard-Preisverzeichnis für den Handelsplatz zur Aktion

Neukunden der Consorsbank müssen sich für eine der beiden Aktionen entscheiden. Eine Kombination der Prämien ist nicht möglich. Was aber geht, ist es zusätzlich noch 25€ für die Erstanlage eines Sparplanes zu erhalten. Hier gibt es eine weitere Aktion.

Fazit

Die drei Broker sind auf den ersten Blick ebenbürtig und sehr vergleichbar. Die Brokerwahl sollte sorgfältig anhand der oben Kriterien abgewogen werden, da es keinen klaren Sieger gibt.

Für comdirect-Kunden, die nicht zur Commerzbank migrieren möchten, empfehlen wir die Consorsbank!

Scroll to Top