Vergleich Universal-Broker


Die Consorsbank, comdirect und ING sind die drei Dino´s im Online-Brokerage und hinsichtlich Produktauswahl seit Jahren die drei großen Universal-Broker in Deutschland. Alle drei haben gemein, dass sie neben Brokerage auch umfangreiche Bankdienstleistungen, wie z.B. Girokonto, Baufinanzierung, Tagesgeld usw. anbieten.

Von den Ordergebühren liegen die drei Broker dicht zusammen. Alle haben ein sog. Volumen-Modell, d.h. die Ordergebühr ist abhängig vom Ordervolumen. Die Consorsbank hat dabei ein mehrstufiges Modell, was ab 20 Trades im Jahr Konditionsvorteile mitbringt.

Wir haben ganz genau hingeschaut und die Leistungen der comdirect mit denen der Consorsbank und ING verglichen.

ConsorsbankINGcomdirect
Neukunden12 Monate für 0,95€ Flat / Trade handeln (Tradegate)
zur Prämie
keine75€ Barprämie und 12 Monate für 3,90€ (zzgl. Handelsplatzentgelt) handeln zur Prämie
Depot und Handel
Am Markt seit199419651994
BLZ760 300 80500 105 17200 411 11
200 411 33
200 411 44
200 411 55
Anzahl Kunden1.400.000 (geschätzt)9.500.0002.800.000 (geschätzt)
DepotartEinzeldepot
Gemeinschaftsdepot
Minderjährigen-Depot
Young-Trader-Depot
Einzeldepot
Gemeinschaftsdepot
Minderjährigen-Depot
Einzeldepot
Gemeinschaftsdepot
Minderjährigen-Depot
Depot für US-Personenneinneinnein
Depotgebührneinneinja, 1,95€ / Monat Inaktivitätspauschale
Zinsen Verrechnungskonto3,75% p.a.
Tagesgeld-Konto
3,30% p.a.
Tagesgeld-Konto
3,25% p.a.
Tagesgeld-Konto
Wertpapierkreditja, 9,40% p.a. Zins nominalkein Angebotja, 8,40% p.a. Zins nominal
Eröffnung Girokonto möglichjajaja
Robo-Advisor im Angebotneinja, in Kooperation mit Scalable Capitalja, cominvest
Einstufung als Professioneller Kundeneinneinnein
HandelsfrontendWebtrading
iOS- / Android App
Active Trader
Webtrading
iOS- / Android App
Webtrading
iOS- / Android App
ProTrader
Trading-Schnittstelle (API)janeinja
LegitimationPostIdent, VideoIdentPostIdent, VideoIdentPostIdent, VideoIdent, eIdent
Telefonservice7:00 Uhr bis 22:30 Uhr7 x 24 Stunden7 x 24 Stunden
Hotline für Top-Kundenja, StarTrader und PlatinumTraderneinja, comdirect First
ConsorsbankINGComdirect
Handelbare Wertpapiere
Aktienja (alle in Deutschland handelbare)ja (alle in Deutschland handelbare)ja (alle in Deutschland handelbare)
ETF/ETC/ETN2.500
(fast alle in Deutschland zugelassene, aber keine ETN auf Kryptowährungen)
2.550
(alle in Deutschland zugelassene)
2.550
(alle in Deutschland zugelassene)
Sparpläne

Test:
Bester ETF-Sparplan-Broker
1.780 ETF-Sparpläne
1,5% / Ausführung

>5.500 Aktien-Sparpläne
1,5% / Ausführung

570 Fonds-Sparpläne
Ausgabeaufschlag

ca. 80 Zertifikate- und ETC-Sparpläne
1,5% / Ausführung
1.000 ETF-Sparpläne
dauerhaft vergünstigt

>550 Aktien-Sparpläne
1,75% / Ausführung

640 Fonds-Sparpläne
Ausgabeaufschlag

18 ETC-Sparpläne
dauerhaft vergünstigt
1.700 ETF-Sparpläne
1,5% / Ausführung

1.100 Aktien-Sparpläne
1,5% / Ausführung

5.000 Fonds-Sparpläne
Ausgabeaufschlag

500 Zertifikate- und ETC-Sparpläne
1,5% / Ausführung
Sparratenab 10€ab 1€ab 1€ (neu seit März 2024)
kostenlose ETF/ETC-Sparpläne490 (kostenlose)
Amundi, DWS Xtrackers, BNP Paribas, VanEck
1.000 dauerhaft reduzierte von verschiedenen Anbietern280 (kostenlose)
Amundi, Franklin Templeton, iShares, DWS Xtrackers, VanEck, Global X
Xetra Goldja, Verwahrgebühr 0,03% / Monatnicht handelbarja, Verwahrgebühr 0,03% / Monat
Investmentfondsja, ca. 18.000 ja, ca. 18.000ja, ca. 18.000
Anleihenjajaja
Anlagezertifikatejajaja
Optionsscheine, Hebelproduktejajaja
Handel von Zertifikaten mit US-Underlying (871m)neinjaja
Futures & Optionenja, sehr umfangreich
Futures: 6€ / Kontrakt zzgl. Börsengebühren.
Optionen: 12,25€ Grundpreis + 0,5% Provision vom Ordergegenwert, mind. 7,25€. In Summe also mindestens 19,50€.
kein AngebotNur Optionen (telefonisch)
kontraktbasierte Abrechnung, mind. 19€ pro Ausführung
Forexkein Angebotkein Angebotkein Angebot
Physisches Goldneinneinnein
Leerverkäufe möglichja, 0,35% mind. 50€neinnein
Differenzkontrakte
ConsorsbankINGComdirect
Differenzkontrakteja, Market Maker:
BNP
Aktien
Indizes
Währungen
Rohstoffe
Edelmetalle
kein Angebotja, Market Maker: Société Générale
Aktien
Indizes
Währungen
Rohstoffe
Edelmetalle
Aktien-Differenzkontrakte
Kosten
0,10%, mind. 9,95€kein Angebot0,05%, mind. 5€
Handelsplätze
ConsorsbankINGComdirect
Sonderkonditionen verhandelbarjaneinja
börslich
Inland

Xetra-Preisvergleich
Tradegate-Preisvergleich
Quotrix-Preisvergleich
LS Exchange-Preisvergleich
gettex-Preisvergleich

  • Xetra:
    mind. 11,90€

  • Tradegate:
    mind. 10,90€

  • LS Exchange:
    kein Angebot

  • gettex: kein Angebot

  • Quotrix: kein Angebot


  • Xetra:
    mind. 6,80€

  • Tradegate:
    mind. 4,90€

  • Quotrix: kein Angebot

  • LS Exchange:
    kein Angebot

  • gettex:
    mind. 6,80€

  • Xetra:
    mind. 11,45€

  • Tradegate:
    mind. 12,40€

  • LS Exchange:
    mind. 12,40€

  • gettex:
    mind. 12,40€

  • Quotrix:
    mind. 12,40€

börslich AuslandUSA (NYSE, NYSE Amex, NASDAQ, Pink Sheet, OTC Bulletin Board): ab 24,95€ + 0,25%

Paris: 39,95€ + 0,25%

London: 37,95€ + 0,25%

Toronto: 72,95€ + 0,25%

Welt (z.B. Tokio): 75,95€ + 0,25%
USA (NYSE, Nasdaq, Amex): 19,80€ + 0,25%

Kanada: 19,80€ + 0,25%

Europa:
kein Angebot

Welt:
kein Angebot
USA (NYSE, Nasdaq, Amex): 7,90€ + 0,25%, mind. 15,80€

Kanada: 7,90€ + 0,25%, mind. 15,80€

Europa: 7,90€ + 0,25%, mind. 15,80€

Welt: 7,90€ + 0,25%, mind. 15,80€
Fremdwährungs-
konten
9 Währungennein13 Währungen
Währungstausch19,95€ zzgl. Margenein1%
ConsorsbankINGComdirect
außerbörslicher Direkthandel

Test:
Bester Zertifikate-Broker
19 Emittenten:
4,95€ + 0,25% (mind. 11,90€)

4 x Premium-Partner ab 0€
1.000€ Mindestordervolumen

bzw. 3,95€ (kleiner 1.000€ Volumen)
13 Emittenten:
4,90€ + 0,25%

5 x Premium-Partner ab 0€
Mindestordervolumen für Premium-Partner: 1.000€
16 Emittenten:
4,95€ + 0,25% (mind. 9,95€)

3 x Premium-Partner ab 0€
Mindestordervolumen für Premium-Partner: 1.000€
Max. Handelszeit7:30 bis 23:00 Uhr7:30 bis 23:00 Uhr7:30 bis 23:00 Uhr
Wochenendhandel
mit L&S
janeinja
Sonstige Kosten
ConsorsbankINGComdirect
Eintragung Namensaktien1,95€ pro Kauforderkeine Kosten0,95€ pro Kauforder
Sicherheit
ConsorsbankINGComdirect
Eigene Banklizenzjajaja
Einlagensicherungbis zu 120 Mio. €bis zu 1,23 Mrd. €bis zu 80 Mio.€
Sicherheit HandelsfrontendsPIN, mobileTAN, Foto-TANPIN, SMS-TAN, PIN, SMS-TAN, Foto-TAN
Überweisung (ausgehend)ja, nur Referenzkontoja, nur Referenzkontoja, nur Referenzkonto
Steuern und Sonstiges
Abzug Abgeltungssteuer
beim Verkauf bzw. bei Dividendenerträgen
jaja
ja
Ermäßigter Satz US-Quellensteuerja, 15%ja, 15%ja, 15%
Berücksichtigung franz. und italienische Transaktionssteuerjajaja
Quellensteuerservicejajaja
Jahressteuerbescheinigungjajaja
Depotüberträge (eingehend) möglichjajaja
SystemstabilitätAusfälle eher seltenAusfälle eher sehr seltenAusfälle eher selten
ConsorsbankINGComdirect
Neukunden12 Monate für 0,95€ / Trade (Tradegate) handeln
zur Prämie
keine75€ Barprämie und 12 Monate für 3,90€ (zzgl. Handelsplatzentgelt) handeln zur Prämie
Unser ErfahrungsberichtUnser ErfahrungsberichtUnser Erfahrungsbericht

Die Alternative für comdirect-Kunden ist klar: Consorsbank! Die Consorsbank bietet alles, was das Trader-Herz begehrt – und in Teilen sogar deutlich mehr als die comdirect! Dennoch lohnt sich für einige Kunden auch ein Blick zur ING.

Vergleich der Universal-Broker: Worauf es ankommt

Alle drei Universal-Broker haben auf den ersten Blick ein sehr ähnliches Angebot, auch preislich liegen sie relativ dicht beieinander. Dennoch entscheiden manchmal einzelne Eigenschaften über die Wahl oder Abwahl eines Brokers. Und: Dabei sind die Orderkosten mit Sicherheit nicht der Hauptfaktor.

Wir haben im obigen Vergleich bewusst einige Teilbereiche sehr detailliert ausgeführt, um hier eine optimale Entscheidungsgrundlage – insbesondere für comdirect-Kunden – anbieten zu können.

Letztendlich müssten Sie sich ein Bild von Ihrem aktuellen Trading-Verhalten machen und überlegen, welche Bank-Produkte Sie abgeschlossen haben, um dann passgenau den richtigen Anbieter rausfinden zu können. Wer bspw. ein Heavytrader ist und Wert auf eine individuelle Betreuung legt, wird sich wohl kaum bei der ING in die Telefonwarteschlange stellen. Hier punkten Consorsbank und comdirect mit speziellen Hotlines für Top-Kunden. Auch sind bei der ING Sonderkonditionen komplett ausgeschlossen – egal, wieviele Trades Sie als Kunde machen. Sie sehen, Ihre persönliche Einschätzung ist hier sehr entscheidend!

Im Folgenden gehen wir etwas genauer auf die einzelnen Rubriken des Vergleichs ein.

Vergleich Universal-Broker: Depot & Handel

Alle drei Universal-Broker sind Pioniere im Bereich Online-Brokerage in Deutschland und inzwischen länger als ein 1/4 Jahrhundert am Markt. Allen drei ist zudem gemein, dass sie auch ein attraktives Girokonto anbieten, über das auch die Wertpapiergeschäfte abgerechnet werden können. Diesen Komfort bietet ansonsten nur noch der sbroker (und nur für Sparkassen-Kunden).

Alle drei Broker bieten sowohl Einzel-, Gemeinschafts– und Junior-Depots an.

Depotgebühren gibt es bei allen drei nicht, allerdings gibt es bei der comdirect eine so genannte Inaktivitätspauschale von 1,95€ / Monat, die erst mit mind. 2 Transaktionen im Quartal entfällt oder mit Eröffnung eines Girokontos.

Handelsfrontend

Alle drei bieten den Depotzugang bzw. Handel über Webtrading und eine native Trading-App an. Beim Webtrading über den Browser gibt es qualitativ keine großen Unterschiede zwischen den drei Anbietern, auch wenn natürlich jeder ein komplett unterschiedliches Webtrading entwickelt hat. Auch bei den Trading-Apps für iOS und Android-Smartphones gibt es keine großen Unterschiede. Mit allen drei Apps ist der Handel möglich. Die App von der ING bietet einen etwas größeren Funktionskomfort, während die App von der comdirect etwas abfällt. In keiner der drei Apps kann aber z.B. ein Sparplan abgeschlossen oder angepasst werden.

Eine Handelssoftware bieten nur die Consorsbank und die comdirect an. Der von der Consorsbank entwickelte Activetrader setzt wirkliche Maßstäbe im Markt. Die comdirect hat zwar mit dem ProTrader ein vergleichbares Produkt, das allerdings mit häufigen technischen Schwierigkeiten dem Activetrader nicht das Wasser reichen kann. Beide Broker bieten auch eine so genannte Trading-API an, so dass Kunden über eine standardisierte Schnittstelle Trades erteilen können (die kann auch für externe Banking-Software wie Outbank etc. genutzt werden).

Die Consorsbank und comdirect bieten zusätzlich auch einen Wertpapierkredit an, der insbesondere für aktive Kunden interessant ist. Wie hoch die Wertpapiere beliehen werden können, ist bei beiden Brokern ähnlich, müsste aber im Detail verglichen werden. Die ING hat keinen Wertpapierkredit im Angebot.

Mit Handelssoftware, Wertpapierkredit sowie der Möglichkeit, Aktien leer zu verkaufen, sieht man auch den Fokus der Consorsbank sehr deutlich: Aktive Trader und Investoren. Die ING zielt eher auf Buy&Hold-Anleger, die gelegentlich Wertpapiere ordern oder einen ETF-Sparplan besitzen oder den Robo-Advisor Scalable Capital als passive Anlagestrategie nutzen möchten.

Die comdirect und ING haben jeweils einen RoboAdvisor im Angebot, die Consorsbank hingegen nicht. Die ING punktet hier mit der sehr gut umgesetzten Integration von Scalable Capital. Außerdem wurde für ING-Kunden die Mindestanlage um 50% auf 5.000 € reduziert.

Handelbare Wertpapiere

Im Bereich der handelbaren Wertpapieren kommt es stark darauf an, was Sie als Kunden – neben Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen und Zertifikaten – noch handeln wollen.

Klassische Wertpapiere

Dadurch, dass die comdirect und die Consorsbank mehr Handelsplätze als die ING angebunden haben, ist die Verfügbarkeit von Aktien und Anleihen bei den beiden Brokern etwas besser. Die Unterschiede sind aber gering – auch bei den Ordergebühren.

Zertifikate & Hebelprodukte

im Zertifikate-Handel liegt die Consorsbank deutlich vorne. Sie hat 4 StarPartner, mit denen entweder zu 0€ (bei Ordervolumina > 1.000€) oder für 3,95€ (ohne Mindestordervolumen) gehandelt werden kann. Außerdem hat sie mit dem ProTrader die bessere Handelssoftware. Die comdirect hat 3 Premium-Partner, jedoch nur einer davon kann für 0,00€ gehandelt werden. Bei den anderen beiden kostet der Trade pauschal 3,90€ (jeweils ab 1.000€ Ordervolumen). Die ING hat zwar 5 Partner, allerdings bietet sie für 0€ immer nur einen Partner an (ab 1.000€ Mindestordervolumen). Eine Handelssoftware gibt es bei der ING zudem gar nicht.

ETF/ETC:

Bei allen drei Brokern können im Prinzip sämtliche ETF/ETC, die in Deutschland zugelassen sind, gehandelt werden (ca. 2.550). Bei der Consorsbank gibt es die Ausnahme, dass dort einige ETN (hauptsächlich auf Kryptowährungen) nicht gehandelt werden können.

Die Consorsbank bietet über 300 ETFs, die entweder für 0,00€ oder 3,95€ Flat gekauft werden können (ohne Mindestordervolumen). Die ING bietet 180 ETF/ETC, die entweder für 0,00€ oder 3,90€ gekauft werden können (1.000€ Mindestordervolumen). Die comdirect hat 200 vergünstigte ETF/ETC im Angebot (3,90€ pro Kauf und 250€ Mindestordervolumen).

Sparpläne:

Das Angebot an Sparplänen ist bei der Consorsbank am größten. Sie bietet fast 1.800 ETF-Sparpläne sowie 5.500 Aktien-Sparpläne an. Außerdem ETC- und Fonds-Sparpläne. Wer nur auf die kostenlosen Sparpläne schaut, der findet bei der ING noch etwas bessere Bedingungen, weil diese sämtliche ETF/ETC-Sparpläne (ca. 1.000) für 0€ zur Ausführung anbietet. Bei der Consorsbank sind es ca. 500, die kostenlos ausgeführt werden (und bei der Comdirect 280). Dafür bietet die comdirect mit 500 am meisten Zertifikate-Sparpläne inkl. ETC, ETN und wikifolio an.

Hier geht es zu unserem ETF-Sparplanvergleich.

Aktien-Sparpläne bieten alle drei an. Aber auch hier hat die Consorsbank die Nase vorne, weil sie den größten Umfang an Aktien-Sparplänen in Deutschland anbietet (ca. 5.500) und außerdem mit 1,50% bessere Gebühren aufweist, als die ING (1,75%).

Eurex & Differenzkontrakte

Die Consorsbank und die comdirect bieten beide zusätzlich noch den Differenzkontrakte-Handel an, die Consorsbank bietet sogar den Handel von Optionen und Futures komplett online an. Mit dem Future-Trader gibt es bei Consorsbank zudem eine gute Handelssoftware für den Eurex-Handel. Allerdings umgeht die Consorsbank bei ihrem Future-Angebot die Neuregelung der Bafin, denn seit Anfang 2023 dürfen Privatkunden keine Futures mit Nachschusspflicht mehr angeboten werden. Die Consorsbank lässt sich daher bei jedem Future-Trade vom Kunden bestätigen, dass es sich um ein Absicherungsgeschäft handelt (durch Anklicken einer Checkbox). Die Nachschußpflicht bleibt dann bestehen.

Bei der comdirect können Optionen nur telefonisch und Futures gar nicht gehandelt werden. Aber wer will sich bei derart spekulativen Produkten ausschließlich auf das Telefon verlassen? Die ING bietet den Eurex und Differenzkontrakte-Handel überhaupt nicht an.

Ein besonderes Bonbon bietet die Consorsbank noch zusätzlich für Trader: Als einer der wenigen Broker in Deutschland bietet sie Leerverkäufe von Aktien an. Die Kosten betragen hierfür 0,35% vom Verkaufsvolumen, mindestens 50€, höchstens 100€.

In Trading-Bereich hat die Consorsbank die Nase vorn, allerdings kommt es auf die individuellen Vorlieben hinsichtlich der Handelsinstrumente an. Jeder Broker hat hier leicht unterschiedliche Schwerpunkte in seinem Angebot

Handelsplätze

Inländische Handelsplätze:

Die comdirect hat als einzige der drei Universal-Broker wirklich alle in Deutschland angebotenen Börsen- und Handelsplätze im Angebot. Bei der Consorsbank und ING fehlt bspw. Quotrix und die LS Exchange. Ob man diese allerdings alle braucht, steht wiederum auf einem anderen Blatt. Auswertungen über Retail-Kunden zeigen, dass der Durchschnittskunde bevorzugt nur an maximal drei Handelsplätzen handelt.

Ausländische Handelsplätze:

Wer gerne Wertpapiere im Ausland handelt und dabei neben der USA auch andere Weltbörsen schätzt, wird bei der ING nur begrenzt fündig. Hier sollte die Wahl eher auf die Consorsbank oder comdirect fallen. Beide bieten den Handel an 22 bzw. 16 Auslandsbörsen an. Allerdings ist die Comdirect mit 7,90€ + 0,25%, (mind. 15,80€) deutlich günstiger als die Consorsbank.

comdirect und Consorsbank bieten auch Fremdwährungskonten an, über die der Wertpapierhandel an ausländischen Börsen abgerechnet werden kann. Von den Konditionen ist hier die comdirect hier auch besser aufgestellt.

Hier ist das Bild uneinheitlich. Sowohl die Consorsbank als auch die Comdirect können hier punkten. Das Angebot der ING fällt sowohl bei der Produktauswahl als auch bei den angebotenen Börsenplätzen deutlich ab.

Sicherheit

Was die Einlagensicherung anbelangt, gibt es keine Vorteile für den einen oder anderen Universal-Broker. Bei allen drei Brokern sind die Kundeneinlagen sowohl gesetzlich als auch über den freiwilligen Einlagensicherungsfonds abgesichert.

Durch die Zugehörigkeit der Consorsbank zur BNP Paribas ist es allerdings so, dass sich der Anleger ggf. auch an den französischen Einlagensicherungsfonds wenden muss. Die kann u.U. aufwendiger werden als bei einem deutschen Anbieter.

Die Absicherung der Handelsfrontends ist bei allen Anbietern vorhanden, hier ist ebenfalls Gleichstand.

Steuern & Sonstige

Die steuerlichen Aspekte sind auch bei allen drei Anbietern gleich, alle drei bieten einen vergleichsweise kostengünstigen Quellensteuerservice an. Mustergültig ist hier die ING, die bspw. den Tax-Voucher zur Rückforderung der Schweizer Quellensteuer direkt kostenfrei der jeweiligen Wertpapierabrechnung beilegt.

Besonderheit: Die ING trägt nicht in ausländische Aktienregister ein. Wer also z.B. in das Schweizer Aktienregister eingetragen werden möchte (wegen den dort häufig verfügbaren Naturaldividenden), der muss zur comdirect oder Consorsbank.

Systemstabilität

Gerade in hektischen Börsenzeiten kann es entscheidend sein, wie stabil die Systeme des Brokers sind. Die Kunden einiger kleinerer Broker mussten das in den ersten Tagen der Corona-Krise schmerzhaft erfahren, als sie sich nicht ins Depot einloggen und/oder Orders aufgeben konnten.

Der Grund dafür liegt darin, dass die Systeme der meisten kleineren Broker auch nur für die durschnittliche Belastung des Kundenbestandes ausgelegt sind. Bei Spitzen aufgrund von extremen Marktbewegungen gehen dann die Systeme unter der überdurchschnittlichen Belastung in die Knie.

Die drei großen Universal-Broker kommen jeweils auf mehr als 1 Mio. Kunden. Die ING sogar auf ca. 9 Mio. Kunden. Das bedeutet aber auch, dass deren Systeme sowieso schon für eine riesige Kundenanzahl ausgelegt worden sind. Auch zu Spitzenlastzeiten laufen hier die Systeme stabil. Dafür sind die Universal-Broker aber auch teurer – auch weil viel größere Serverkapazitäten vorgehalten werden müssen.

Neukundenaktionen

Alle drei Broker werben aktiv um Neukunden:

Das beste Neukundenangebot für aktive Kunden bietet dabei die Consorsbank

Neukunden können hier 12 Monate lang für 0,95€ Flat am Handelsplatz Tradegate handeln. Es fallen keine weiteren Gebühren an. Ein Mindestordervolumen gibt es zudem nicht.

Und damit nicht genug, Neukunden der Consorsbank zahlen im ersten Jahr keinerlei Gebühren für sämtliche Sparpläne. weitere Infos zur Consorsbank-Aktion

75€ Prämie bei comdirect

Bei der comdirect gibt es eine Barprämie von 75€, wenn innerhalb von 30 Tagen nach der Depoteröffnung mind. 3 Trades durchgeführt wurden. Außerdem handeln Neukunden 12 Monate lang für reduzierte 3,90€ pro Order (zzgl. Handelsplatzentgelte). Zudem entfällt für mind. 3 Jahre die Depotgebühr bei Inaktivität zur comdirect-Aktion

Bei der ING gibt es derzeit keine Neukundenprämie.

Fazit

Die drei Broker sind auf den ersten Blick ebenbürtig und sehr vergleichbar. Für die Entscheidung sollte abgewogen werden, welche Wertpapiere man handeln möchte und wie häufig man handelt.

Für sehr aktive Kunden empfehlen wir die Consorsbank!

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