Überblick: Derzeit gibt es 4 bedeutende Indexfonds auf die weltweite Energiebranche. Alle 4 ETF setzen bei der Zusammensetzung auf den Index "MSCI World Energy". Dieser Index beinhaltet 50 weltweite Aktien von Unternehmen aus der Öl und Gas-Branche. Die größten Vertreter in dem Index sind Exxon Mobil, Chevron, Shell, Conocophillips, Total, BP. Aus Deutschland ist kein Unternehmen in dem Index vertreten.

Die vier ETF unterscheiden sich hauptsächlich darüber, ob sie die Erträge an den Anleger ausschütten oder wieder im Fondsvermögen anlegen (thesaurieren). Die Vorlieben gehen hier auseinander. Der eine mag es, wenn er jährliche Ausschüttungen aus seinen Kapitalanlagen erhält. Der andere denkt vielleicht eher langfristig und möchte seine maximale Performance auch dadurch erreichen, dass Erträge wieder re-investiert werden.

Ein weiterer interessanter Faktor ist, wie hoch die laufenden Kosten des ETF sind. Je höher die Kennziffer TER (Total Expense Ratio), umso höher sind die Kosten, also die Verwaltungsgebühren des ETFs (Hinweis: der Kurswert des ETF ist immer schon inklusive der internen Kosten errechnet. Es fallen also keine weiteren Kosten für den ETF an). Vereinfacht gesagt, verringert sich die Gesamtperformance des zugrundeliegenden Indexes um die interne Kostenquote des ETF. Die Kosten bei den 4 ETF variieren von 0,25% bis 0,35% p.a.

Auch wenn die ETF in Deutschland in Euro gehandelt werden (Handelswährung) ist die Fondswährung doch USD. Da die ETFs nicht in Währungen gehedged sind, trägt der Anleger hier ein Währungsrisiko. Dieses Währungsrisiko ist aber auch anderen großen Indizes wie z.B. dem MSCI World und weiteren immanent.